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Häufig gestellte Fragen zur Low-Level-Laser-Therapie bei chronischen Innenohrerkrankungen
wie Tinnitus, Morbus Menière, Schwerhörigkeit, Hyperakusis und Hörverzerrung.

Messung von Hirnaktivitäten bei Tinnitus (Uni Regensburg).Schul/alternativmedizin:
Gibt es neue Therapien?

Im Laufe der Zeit (Stand November 2016) erhielten wir (Ellen und Manfred) weit mehr als 1000 Anrufe und auch viele Hundert E-Mails von Betroffenen.
Mancher hatte nur eine kurze gezielte Frage, mancher schilderte uns eine lange Leidensgeschichte.
Wir werden versuchen, hier einige typische und auch öfter vorgekommene Fragen und auch unsere Antworten darauf wiederzugeben.



Andere Anwendungsgebiete der Low-Level-Laser Therapie.

Unsere Antworten zur Lasertherapie beruhen nicht auf einem im Universitätsstudium angeeigneten Wissen über LLLT, was auf Grund des Standes der Schulwissenschaft z.Zt. auch noch nicht möglich wäre.
Es sind unsere persönlichen Erfahrungen als Patient der LLLT nach Dr. Wilden und die von anderen Patienten erhaltenen Informationen.

Wichtige Grundkenntnisse zur Lasertherapie für das Ohr.

Ellens Fazit nach Gesprächen mit über 1000 Innenohrpatienten.

Allgemeine Fragen zur Ohr-Lasertherapie.

Fragen an Manfred zu seinen Erfahrungen mit der Tinnitus-Lasertherapie.

 

Allgemeine Fragen zur Low-Level-Lasertherapie

Frage: Hat die Tinnitus-Lasertherapie Nebenwirkungen?

Die amerikanische Überwachungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat die Low-Level-Lasertherapie als eine nebenwirkungsfreie Therapie eingestuft.
Mehr als 30 Jahre klinische und experimentelle Forschung hat ergeben, daß die Low Level Lasertherapie keine unerwünschten Nebenwirkungen hat.

Gelegentlich berichten Patienten der LLLT, dass sie das Gefühl haben, ihr Ohrgeräusch sei durch den Laser lauter geworden.
Durch die Bestrahlung der Hörschnecke mit Low Level Laser wird ein zellulärer Prozess im Innenohr angestossen. Dieser Prozess bewirkt eine Veränderung des Tinnitus, was sich auch durch ein lebhafter werden bemerkbar machen kann.
Meine persönliche Erfahrung - und die auch von anderen Patienten - wie auch z.B. von Hansi Cross, bestätigt das.
Spätestens nach einiger Zeit tritt jedoch eine Beruhigung ein und das Ohrgeräusch siedelt sich dann auf einem niedrigeren Stand als vorher gewesen, an.
Bei späteren Behandlungen wird der Lauterwerden-Effekt immer geringer.

Frage: Wieviel kostet die Tinnitus-Lasertherapie bei Dr. Wilden?

Die Kosten der Laser-Bestrahlung betrugen zuletzt 200 Euro die Stunde. Da pro Tag jedes Ohr nacheinander 30 Minuten bestrahlt wird, ergibt das bei 2 Ohren 1 Stunde also 200 Euro pro Tag.
Dr. Wilden führt in der Praxis Regensburg 5 Behandlungsstunden bei der Erstbehandlung durch. Die Hotelkosten kann man somit ggfs. auf 4 Tage beschränken. Da du Dr. Wilden schon die Audiometrie geschickt hast, kannst du dich ja bei ihm erkundigen. Die Kosten der Behandlung schliessen übrigens die weitere Betreuung per Tel. oder per E-Mail bis zum bestmöglichen Behandlungsergebnis mit ein. Man kann also jederzeit anrufen bei evtl. Fragen.
Ab März 2012: Sozialbedingte Sonderkonditionen für Kinder mit Hörproblemen und Patienten/Innen mit gesetzlicher Krankenkasse sind möglich!

Frage: Wenn die Lasertherapie nach Dr. Wilden wirklich hilft, wie kommt es dann, dass die Kassen sie nicht übernehmen?

Auch wir waren bis zu unseren Tinnitus- und Morbus Menière-Erkrankungen der Meinung, dass hilfreiche Therapien von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Das ist jedoch leider nicht immer der Fall.
Ebenso stimmt es auch nicht, dass, wenn Kassen bezahlen, diese Behandlung als wirksam nachgewiesen ist.
Tinnitus und Morbus Menière sind die Horror-Szenarien nicht nur für die Patienten, sondern auch für das gesamte medizinische System.
Denn keine der teilweise von den Krankenkassen bezahlten und von manchen Kliniken angepriesenen Behandlungen ist als wirksam nachgewiesen.
Hier können Sie sich informieren, warum die Kassen noch nichts von der LLLT nach Dr. Wilden übernehmen.

Frage: Warum sind keine Studien von Dr. Wilden in PUBMED oder beim Cochrane Institut verzeichnet?

Das stimmt nicht ganz, eine Studie von Dr. Wilden und R. Karthein zu: Import of radiation phenomena of electrons and therapeutic low-level laser in regard to the mitochondrial energy transfer ist bei PUBMed verzeichnet.
Die meisten Studien wurden wohl im falschen Journal veröffentlicht. Um in einem für Medline indexierten Journal publiziert zu werden, darf eine Studie nicht schon irgendwo anders publiziert sein.
MEDLINE (Medical Literature Analysis and Retrieval System Online) ist eine öffentlich zugängliche bibliografische Datenbank des US-amerikanischen National Center for Biotechnology Information (NCBI). Diese ist internationaler Maßstab, was aber nicht bedeutet, dass hier keine fehlerhaften oder geschönten Studien verzeichnet sind.

Fragen an Manfred zu seiner Lasertherapie.

Frage: Ich leide seit 10 Monaten an einem Tinnitus und überlege mir, die Low Level Laser therapie anzuwenden, habe aber Angst, dass es statt leiser lauter werden könnte.

Aus meiner persönlichen Erfahrung weiss ich, dass zu Beginn eines Regenerierungs-Prozesses die Ohrgeräusche auch schon mal recht lebhaft waren. Nach einiger Zeit aber beruhigte sich die Lage und endete auf einem niedrigeren Stand als zu Beginn. Ich weiss Ähnliches auch von anderen Patienten. Fälle einer dauernden Verschlechterung sind mir nicht bekannt.
Dr. Wilden sagte zu einem gefühlten Lauterwerden, dass ohne ein empfindlicherwerden des Ohres für Geräusche auch keine Regenerierung stattfindet.

Frage: Wann tragen sie Ohrstöpsel am Tag ? In der Nacht?

Wir wohnen in relativ ruhiger Wohnlage. Ein Lautstärkemessgerät habe ich mir angeschafft. Ich trage Ohrstöpsel immer nur dann, wenn es laut um mich wird. Nachts daher nicht. Im Bus oder Zug trage ich sie, oder in bestimmten Supermärkten. Wenn ich als Fußgänger oder Radfahrer an eine belebte Straße komme (Ampel), dann stecke ich mir kurz die Ohrstöpsel rein. Beim Autofahren bis 50 km/h (Stadtverkehr) trage ich keine Ohrstöpsel, ab ca. 70 km/h und bei längeren Fahrten trage ich sie. Wenn urplötzlich etwas um mich herum laut wird, stecke ich mir notfalls die Finger in die Ohren.
Da ich die vorgezogene Altersrente ab 60 Jahre in Anspruch genommen habe, bin ich beruflich nicht mehr mit lauten Geräuschen belastet. Ich habe zuhause einiges unternommen, damit es relativ leise um mich ist. Alle meine elektrischen Heimwerker- und Gartengeräte (bis auf eine drehzahlregulierbare Bohrmaschine) habe ich abgeschafft.
Zum Rasenmähen habe ich mir bei Ebay einen gebrauchten Automower von Husqvarna angeschafft. Der ist so leise, dass er auch vom Nachbarn oft gar nicht bemerkt wird. Dank Super-Telefon-Service und Reparaturleistung vom Automower-Doktor Berkenkopf tut er auch nach 14 Jahren immer noch seinen Dienst. Sensationell für einen Computer im Außendienst!!
Mein Husqvarna Automower Baujahr 2002 bei der Arbeit.

Frage: Hören sie Musik?

Mein Tinnitus war ja erstmalig aufgetreten, als ich auf der Couch liegend mit dem Kopfhörer Musik hörte. Musik mit Kopfhörer habe ich seitdem nicht mehr gehört. Die ersten 2 Jahre etwa habe ich meine Lieblingsmusik gar nicht mehr hören wollen, weil ich beim genauen Hinhören natürlich meine Ohrgeräusche als sehr störend empfand.
Im Laufe der Zeit haben sich jedoch meine Ohrgeräusche sehr verringert, so dass ich jetzt gerne wieder Musik höre. Ich benutze dazu meist nicht die Musikanlage, sondern ein kleines Radio mit UKW und Internet-Radio, was auch MP3 wiedergeben kann. Dann setze ich mich relativ nahe dazu, so dass ich den Klang genau orten kann. Mit dem Lautstärke Messgerät kontrolliere ich gelegentlich auch z.B. bei Fernsehsendungen, dass meine persönliche Empfindung stimmt. Es sind dann wo ich mich befinde unter 50 dBA.
Auch am PC höre ich oft Internetradio oder auch WDR5 als sprachbetontes Programm.
Seit März 2014 höre ich "country roots" bei accuradio.com.
Auch gotradio "oldies but goodies" hat was für mich.

Frage: Haben Sie jedesmal nach einer Tinnitus-Lasertherapie-Behandlung Erfolg gehabt?
Gab es Phasen, da Sie den Eindruck hatten, dass es keine Bewegung gab?

Ich spürte nicht jedesmal den unmittelbaren Erfolg einer Behandlung in Form einer direkten Besserung. Nach der Behandlung kommt ja die wichtige Zeit der Regenerierung.
Die Zellen benötigen hierfür Zeit. Nach dieser Zeit, die 3-9 Monate umfasst, aber nicht genau definierbar ist, spürte ich meist eine Besserung, ggfs. aber auch erst nach einer weiteren Behandlung. Die Geräusche wurden im Laufe der Zeit immer ein bißchen weniger.
Diese Therapie mit der Zellregenerierung braucht unter Umständen viel Zeit, was ich ja auch bei mir erlebe.
Andererseits gibt es auch Patienten, die schon in kurzer Zeit wesentliche Besserung und auch vollständige Heilung erleben.
Lebensalter und Art der Schädigung spielen eine große Rolle.

Frage: Ist jetzt nach Tinnitus-Lasertherapie Ihr Tinnitus total stabil oder gibt es noch Phasen, da es wieder laut wird?

Bei mir hat sich ein 4 Tage Zylus eingestellt: 1 Tag Rauschen, 1 Tag ganz leises Rauschen, 2 Tage ganz ohne Geräusche. Das wiederholt sich dann. Der Tinnitus wird nicht wieder lauter, sondern diese Geräusche jetzt werden langsam weiter weniger. Das ganz leise Rauschen ist schon kaum noch hörbar. Mein 4 Tage Zyklus ist nicht typisch für die Lasertherapie.

Frage: Sehen Sie normal fern?

Zu Anfang der Low-Level-Laser-Therapie war meine Hör-Überempfindlichkeit sehr hoch. Die mit Überlautstärke eingeblendete Werbung störte sehr. Aber auch bestimmte Filmszenen und Regieeinfälle wirkten stark auf die Ohren.
Ich habe mich daher etwas weiter entfernt gesetzt. Wir benutzen den Lautstärke-Regler manchmal ziemlich oft, da auch manche Krimis u.a. sehr oft zwischen sehr leise und sehr laut wechseln.
Ganz plötzliche laute und hektische Szenen blocke ich auch jetzt noch ggfs. mit Finger in die Ohren stecken ab, man tut sich ja damit nichts Gutes an.
Im Prinzip sehe ich jedoch fern ohne Probleme, da ich die hektischen Sendungen meide.

Frage: Welches Ergebnisse haben sie nach anderthalb Jahren Tinnitus Lasertherapie erreicht ?
Waren die Geräusche weniger laut?

Ich konnte wieder schlafen. Das war in Bezug auf meine Belastungen eine erhebliche Verbesserung. Die Geräusche konnten aber manchmal immer noch sehr stressen. Sie veränderten sich weiter zum Besseren.

Frage: Ich spüre zwar schon Besserung, aber wird das auch weitergehen?

Wenn der Regenerierungsprozess auf einer viel niedrigeren Bio-Vitalität des Ohres stattfinden konnte, warum sollte er dann auf einem biologisch besseren Ohrzustand nicht mehr stattfinden? Der Prozess kann sehr langdauernd sein. Ich z.B. führe immer noch gelegentlich etwas (5-10 Minuten) Laserbestrahlung durch (ich habe den Dr. Wilden ELP 650 nm / 30 mw und auch einen Konftec 780 nm / 90 mw) und spüre auch nach Jahren immer noch die Entwicklung zum immer flacher werdenden Geräusch.

Frage: Ich schreibe Dir, weil ich seit einem Rockkonzertbesuch unter Hörverzerrungen leide. Ich bin 27 Jahre alt. Besonders die Zischlaute sind betroffen besonders bei hohen Frauenstimmen. Auch fällt es mir teilweise schwer, ähnlich klingende Buchstaben auseinander zuhalten dies ist z.B beim Fernsehen öfters der Fall.
Ich war im August zu einer einwöchigen Behandlung bei Dr Wilden, laut Audiogramm hat sich mein Gehör deutlich verbessert. Auch ein unangenehmes Ziehen das ich am rechten Ohr hatte ist fast komplett verschwunden. Leider hat sich beim subjektiven Hörempfinden kaum oder gar nichts getan. Ich werde jetzt bei seinem Sohn nächste Woche nochmal fünf Behandlungen machen, da mir die Hörverbesserung und das kaum noch spürbare ziehen im Ohr schon Hoffnung macht.
Ich habe an unabhäniger stelle nochmal einen Hörtest gemacht, da ich eben schon ein bischen skeptisch bin und auch da hat sich eine Verbesserung gezeigt.
Mich würde interssieren ob du zum thema Hörverzerrung etwas sagen kannst.

Die Hör-Nerven-Zellen sind die kompliziertesten Zellen des Menschen, und eine Überforderung kann an vielen Stellen möglich sein. Hierdurch zeigt sich eine Überforderung des Ohres in allen vorstellbaren Hörbeeinträchtigungen. Die Hörverzerrung ist eine davon. Es ist nicht selten, dass Patienten das berichten. Oft treten verschiedene Beeinträchtigungen verschieden stark zusammen auf. Auch ich selbst kenne die Probleme eines zeitweisen Tinnitus mit Hörverzerrung mit gleichzeitiger Hyperakusis. Für die Regenerierung brauchen die Hörzellen neben Energie in jedem Fall auch noch Zeit. Diese Zeit ist unterschiedlich, aber bei dir ist die Regenerierungszeit ja noch sehr kurz. Meiner Erfahrung nach kannst du nach den nächsten 5 Tagen Behandlung ruhig 4-6 Monate Regenerierungszeit abwarten.

Ein Patient mit MLS-Homelaser hat eine Verschlechterung seines Tinnitus erlebt und mir seine Aufzeichnungen im März 2012 gemailt.

Der Patient führt ein Tagebuch seines Tinnitus und seiner Behandlungen mit dem Homelaser MLS. Meist bestrahlt er 25 Minuten je Ohr an 5 aufeinanderfolgenden Tagen, dann 2 Tage Pause.
Ich stellte zum Tagebuch fest: Demnach hast Du im Februar 2012 8 schlechte Nächte gehabt, davor im Nov. 2011 waren alle Nächte gut.
Ich würde mal experimentieren um den Einfluss des Homelasers herauszufinden. Zum Beispiel für 14 Tage ganz ohne Homelaser oder 14 Tage doppelte Dosis = 2 mal 30 Minuten am Tag je Ohr.
Wenn in den 14 Tagen schon eine Verschlechterung eintritt würde ich jeweils den Versuch abbrechen.
Man kann dann vielleicht etwas an der Dosierung verändern.
Auf jeden Fall gibt es sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig beim Lasern, das ist typisch für die LLLT und haben schon etliche berichtet.

Der Patient antwortete: Seit 15.3. benutze ich keinen Homelaser und ich habe wieder 10 Nächte gut geschlafen und ich denke das eine Pause mit den MLS ab und zu gut ist.
Ich interessiere mich fur dein Experiment, wie es dir geht wenn du länger oder kürzer den Homelaser benutzt, aber ich denke dass es nicht fur jede Person dasselbe ist.
Am 2 April fang ich wieder an , aber dann mit 15 Minuten pro Tag je Ohr. Ich wünsche ein schönes Wochenende.

Das Herausfinden der individuell optimalen Dosis im augenblicklichen Regenerierungszustand ist meiner Meinung nach das Schwierigste an der Lasertherapie. Zuviel Laser kann die Regenerierung abbremsen, wie schon der Entdecker der Laser-Regenerierung in Ungarn beim Haarwuchs seiner Versuchsratten feststellen konnte.

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