Die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde zum Tinnitus
Die Behandlungsleitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde von 2011 hierzu.
Hieraus:"Bei einem großen Teil der Betroffenen bleibt der Tinnitus trotz eingehender Diagnostik idiopathisch.
Diagnostik und Therapie von Ohrgeräuschen sind in diesen Fällen durch das Fehlen fundierter pathophysiologischer Erkenntnisse und tinnitusspezifischer Arzneimittel gekennzeichnet.
Angesichts der großen Zahl betroffener Patienten mit erheblichem Leidensdruck [3, 24, 10] muss diese Situation als unbefriedigend bezeichnet werden."
Das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information zum Tinnitus.
HTA-Bericht Nr. 43 des DIMDI von 2006 über die mangelnde Evidenz der Schulmedizin-Methoden bei Tinnitus
Der Bericht beurteilt die derzeitigen Tinnitusbehandlungen wie folgt:
4.8 - Zusammenfassende Diskussion aller Ergebnisse
In der Regel weisen weder die diagnostischen Verfahren, noch die therapeutischen Methodenklassen – geschweige denn Einzeltherapien – eine wissenschaftliche Absicherung auf, die in der Medizin üblich ist.
Aus dieser sowohl für die Patienten als auch für die Behandler höchst unbefriedigenden Situation ergeben sich - zumindest aus der Literatur zu entnehmen – ungelöste sozialversicherungsrechtliche, ökonomische sowie juristische Probleme.
Das Deutsche Cochrane Zentrum in Freiburg, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte wissenschaftliche Institut für evidenzbasierte Medizin-Studien zum Tinnitus.
21.06.2004 Spiegel Online Bericht zum Tinnitus
Dieser Bericht zeigt etliche Mängel bei der schulmedizinischen Tinnitusbehandlung auf:
"Tinnitus ist mein Lieblingsbeispiel dafür, wie es nicht laufen sollte in der Medizin", sagt Dr. Gerd Antes, Leiter des medizinkritischen Deutschen Cochrane Zentrums.
Er kritisiert, dass selbst die offiziellen Behandlungsleitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde kaum die Spreu vom Weizen trennen würden....
Zitat im Bericht: Schon jetzt deutet sich an, dass beim Tinnitus so gut wie das gesamte Arsenal der Schulmedizin versagt. Infusionen oder Tabletten mit durchblutungsfördernden Wirkstoffen sind bei länger bestehendem Tinnitus nachweislich unwirksam; und auch bei akut einsetzenden Ohrgeräuschen ist ihre Wirkung nicht belegt. Trotzdem werden die Mittel noch immer massenhaft verschrieben ........
Zitat im Bericht: Überdruck-Behandlung, durchblutungsfördernde Infusionen, Magnetwellen, Akupunktur - fast alle Therapien gegen Tinnitus haben eines gemeinsam: Sie helfen nicht. Für die steigende Zahl der Betroffenen gibt es nur einen Ausweg: Sie müssen lernen, mit dem ständigen Ohrgeräusch zu leben.
Auch im November 2011 hat sich daran nichts geändert.
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